Ich freue mich immer sehr darüber, wenn Kinder und Jugendliche ehrgeizig sind, mehr als normal an sich arbeiten möchten und mich dann anschreiben, um mich für ein Training zu buchen.

Im Oktober 2019 wurde ich ins Alte Land gerufen, um dort eine 2-stündige Trainingseinheit mit Louis zu machen. Der 10 Jährige möchte an seinem Dribbling arbeiten.

Für das Aufwärmen habe ich das sensomotorische Aufwärmen gewählt, wo der Körper durch reiben der Haut aktiviert wird. Danach werden dann ein paar Gehirnjogging-Übungen gemacht, um auch das Gehirn und die Kreativität für das weitere Training zu aktivieren. Die Konzentration wird dadurch gesteigert.

Seht, wie es Louis beim ersten Training erging:

Gerade im Kinder- und Seniorenbereich ist es wichtig, zu lernen oder wieder zu erlernen, in den eigenen Körper hineinzufühlen, sich zu spüren, zu bewegen, die Muskulatur an- und entspannen zu können.

Hier eine kleine sehr wirkungsvolle Übung, um einen stabilen Stand zu üben bei taktilen Impulsen.

Zu fühlen, woher die taktilen Impulse kommen und in welcher Form für einen stabilen Stand dagegen gesteuert werden muss, ist gar nicht so einfach, besonders für Kinder und Senioren.

Probiert es doch mal aus! 😉

Der Gleichgewichtssinn ist einer unserer wichtigsten physiologischen Sinne.
Jeder sollte ihn ab und zu herausfordern, besonders im Kindes- und fortgeschrittenen Alter. Einfach mal wieder auf einem Bein stehen mit unterschiedlichen Armpositionen, den Kopf bewegen oder aber die Augen schließen. Wer es sich nicht alleine zutraut, nimmt einfach eine helfende Hand in Anspruch 😉

Bei diesen Übungen wird aber nicht nur der Gleichgewichtssinn trainiert, sondern auch die Stabilität im Fußgelenk. Besonders für die Läufer und Sportler unter uns etwas, was immer mal wieder trainiert werden sollte.

Ein Tipp für Euch: putzt morgens und/oder abends die Zähne im Einbeinstand, dann habt Ihr Euer Training für den Tag schon erledigt! 🙂

Das Gehirn ständig neu fordern und ständig auf Trab halten ist eine herausfordernde und spannende Aufgabe im fortgeschrittenen Alter.

Oft ist man schon in seinen Gewohnheitsmustern gefangen und man traut sich eventuell nicht mehr so viel zu. Vielleicht fehlt sogar der Mut.

Das ist jedoch kein Grund, sich zu verstecken und seinen Körper und das Nervensystem nicht mehr zu fordern und zu fördern.

Hier kleine Übungen, um auch im Seniorenbereich auf Trab zu bleiben.

Gleich mal ausprobieren, ob allein oder zu zweit! 😉

Auch im fortgeschrittenen Alter hat man mal Lust, wieder etwas mit dem Ball zu trainieren.

Das kann man gleich mit einem Gleichgewichtstraining kombinieren. Somit wird nicht nur der Gleichgewichtssinn, das Sinnesorgan Auge und die Motorik trainiert, sondern auch die Stabilität im Fuß-, Knie- und Hüftgelenk.

Es gilt, seine Ängste oder Respekt zu überwinden, wieder mutig zu sein, seinen Körper herauszufordern, aus seinem Gewohnheitsmuster auszubrechen und mal wieder etwas zuzutrauen.

Ein tolles Gefühl, wenn man mal wieder über sich hinauswächst und sieht, was der Körper doch noch leisten kann.
Oft werden ungeahnte Möglichkeiten entdeckt.

Gleich mal ausprobieren, ob alleine oder zu zweit (eine Wand als Anspieler tut es auch! 😉

Probieren, mutig sein, sich etwas zutrauen, den Körper fordern! Das ist die Devise!

Im fortgeschrittenen Alter ist es umso wichtiger, die Muskulatur zu erhalten, Stabilität in den Gelenken, in der Muskulatur, Sehnen und Bänder zu bewahren.
Dafür gibt es sehr viele interessante und herausfordernde Übungen. Hier sind einige davon.

Mit dem wackeligen Untergrund wird nicht nur die inter- und intramuskuläre Koordination verbessert und die Muskulatur insgesamt gestärkt, sondern auch die sensorische Aufnahme der Propriozeptoren. Bedeutet, die Tiefensensibilität/Eigenwahrnehmung wird aktiviert und verbessert.

Oft sind wir so sehr in unseren Gewohnheiten vertieft, dass wir uns selbst nicht mehr wahrnehmen, unseren Körper, die Bänder, Sehnen und Muskeln spüren.

Für mich ist die Gewohnheit der Feind jeglicher Kreativität und Vitalität.

Für all diese Übungen benötigt man keine teuren Geräte. Viel geht mit dem eigenen Körpergewicht, was manchmal schon sehr schwer erscheint 😉

Also, gleich mal ausprobieren und nicht entmutigen lassen! 😉

Am 21.09.2019 war es soweit.

Ich wurde eingeladen von der Organisation Mediprosport bei der Europäischen Woche des Sports in Eupen/Ostbelgien einen Vortrag zu halten.

Thema: Verletzungsprävention durch sensomotorisches und Stabilisationstraining sowie Therapie typischer Überlastungsverletzungen in den Spielsportarten.

Nach der großen Freude über die Einladung folgte die große Aufregung und eine monatelange Phase der Vorbereitung. Fotos wollten geschossen werden, Videos gedreht, Texte formuliert und eine Präsentation gestaltet werden.

Die Herausforderung meinerseits war, einem breiten Publikum aus Leistungs- und Breitensportlern, Physiotherapeuten und Ärzten sowie anderen Interessengruppen, einen spannenden, lehrreichen und interessanten Vortrag anzubieten.

Nachdem ich den ersten Entwurf einer Präsentation fertig hatte, lud ich Kollegen ein, sie sich anzuhören und Feedback zu geben. Das Urteil war „vernichtend“. Na, ganz so schlimm nicht, aber es fühlte sich so an. Herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle an meine Kollegen, die mir geholfen haben. Also, wieder ran an die Arbeit, das Layout verbessert und den Inhalt auf viele Folien gestreckt –> weniger ist einfach mehr! Und das habe ich dann auch während und nach der letztendlichen Präsentation gespürt.

Ich bin schon einen Tag vorher angereist, habe in einem kleinen Hotel übernachtet und dort noch mal den Vortrag geübt. Am nächsten Morgen war ich dann eine der ersten bei der Veranstaltung im Ministerium der Deutschsprachigen Gesellschaft von Ostbelgien. Im Gegensatz zu den anderen drei Referenten war ich die erste und letzte die ging. Für mich ist es immer spannend, Vorträge im Sportbereich zu hören, mich fortzubilden und die Stimmung der Veranstaltung aufzunehmen.

Leider kamen zu der Veranstaltung nicht die erwarteten 60-100 Teilnehmer, sondern nur etwa 30. Wie überall sinkt auch hier das Interesse am Sport, an Fortbildung, an zusätzlich investierter Zeit für die Gesundheit.

Aber mir ist es egal, vor wie vielen Teilnehmern ich präsentiere. Mir ist es wichtig, wie viele ich davon innerlich berühre und erreiche…

Das Feedback nach dem Vortrag war durchweg positiv. Man bedankte sich bei mir, dass ich sie aufgeweckt, aufgerüttelt und inspiriert hätte und das wollte ich ja auch bezwecken. Es hat mich sehr gefreut, dass die Teilnehmer so aufgeschlossen waren, alle die Übungen mitgemacht haben und alle überaus freundlich waren.

Ich danke Mediprosport außerordentlich für diese tolle Erfahrung und Herausforderung, mich mit einem wirklich sehr spannenden und interessanten Thema intensiv auseinander zu setzen und das Ergebnis zu präsentieren, welches nicht nur Sportler betrifft, sondern von Baby bis Greis jeden einzelnen Menschen.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn ich weiter in das Gebiet der Sensomotorik eintauchen und dort forschen dürfte…

Hausaufgabe für alle: ab jetzt Zähneputzen im Einbeinstand bzw. auf wackeligem Untergrund.