Am Freitag, den 19.03.2021, durfte ich auf Einladung des Saarländischen Radfahrer Bund einen Online-Vortrag halten zum Thema: welche Rolle spielt die Sensomotorik bei der Verletzungsprävention im Sport.

Teilnehmer waren angehende Trainer im Mountainbike Sport.

Es war eine außergewöhnliche Situation aufgrund der Corona-Bestimmungen, den Inhalt online zu vermitteln, aber ich denke und hoffe, ich konnte mit Leidenschaft und Beispielen, die Trainer trotzdem erreichen und für mein Lieblingsthema der bewussten Integration von sensomotorischem Training in das eigene Training begeistern.

Ich bin sehr dankbar für die Einladung und habe mich sehr gefreut, diese Gelegenheit bekommen zu haben.

Ich freue mich immer sehr darüber, wenn Kinder und Jugendliche ehrgeizig sind, mehr als normal an sich arbeiten möchten und mich dann anschreiben, um mich für ein Training zu buchen.

Im Oktober 2019 wurde ich ins Alte Land gerufen, um dort eine 2-stündige Trainingseinheit mit Louis zu machen. Der 10 Jährige möchte an seinem Dribbling arbeiten.

Für das Aufwärmen habe ich das sensomotorische Aufwärmen gewählt, wo der Körper durch reiben der Haut aktiviert wird. Danach werden dann ein paar Gehirnjogging-Übungen gemacht, um auch das Gehirn und die Kreativität für das weitere Training zu aktivieren. Die Konzentration wird dadurch gesteigert.

Seht, wie es Louis beim ersten Training erging:

Gerade im Kinder- und Seniorenbereich ist es wichtig, zu lernen oder wieder zu erlernen, in den eigenen Körper hineinzufühlen, sich zu spüren, zu bewegen, die Muskulatur an- und entspannen zu können.

Hier eine kleine sehr wirkungsvolle Übung, um einen stabilen Stand zu üben bei taktilen Impulsen.

Zu fühlen, woher die taktilen Impulse kommen und in welcher Form für einen stabilen Stand dagegen gesteuert werden muss, ist gar nicht so einfach, besonders für Kinder und Senioren.

Probiert es doch mal aus! 😉

Der Gleichgewichtssinn ist einer unserer wichtigsten physiologischen Sinne.
Jeder sollte ihn ab und zu herausfordern, besonders im Kindes- und fortgeschrittenen Alter. Einfach mal wieder auf einem Bein stehen mit unterschiedlichen Armpositionen, den Kopf bewegen oder aber die Augen schließen. Wer es sich nicht alleine zutraut, nimmt einfach eine helfende Hand in Anspruch 😉

Bei diesen Übungen wird aber nicht nur der Gleichgewichtssinn trainiert, sondern auch die Stabilität im Fußgelenk. Besonders für die Läufer und Sportler unter uns etwas, was immer mal wieder trainiert werden sollte.

Ein Tipp für Euch: putzt morgens und/oder abends die Zähne im Einbeinstand, dann habt Ihr Euer Training für den Tag schon erledigt! 🙂

Das Gehirn ständig neu fordern und ständig auf Trab halten ist eine herausfordernde und spannende Aufgabe im fortgeschrittenen Alter.

Oft ist man schon in seinen Gewohnheitsmustern gefangen und man traut sich eventuell nicht mehr so viel zu. Vielleicht fehlt sogar der Mut.

Das ist jedoch kein Grund, sich zu verstecken und seinen Körper und das Nervensystem nicht mehr zu fordern und zu fördern.

Hier kleine Übungen, um auch im Seniorenbereich auf Trab zu bleiben.

Gleich mal ausprobieren, ob allein oder zu zweit! 😉

Auch im fortgeschrittenen Alter hat man mal Lust, wieder etwas mit dem Ball zu trainieren.

Das kann man gleich mit einem Gleichgewichtstraining kombinieren. Somit wird nicht nur der Gleichgewichtssinn, das Sinnesorgan Auge und die Motorik trainiert, sondern auch die Stabilität im Fuß-, Knie- und Hüftgelenk.

Es gilt, seine Ängste oder Respekt zu überwinden, wieder mutig zu sein, seinen Körper herauszufordern, aus seinem Gewohnheitsmuster auszubrechen und mal wieder etwas zuzutrauen.

Ein tolles Gefühl, wenn man mal wieder über sich hinauswächst und sieht, was der Körper doch noch leisten kann.
Oft werden ungeahnte Möglichkeiten entdeckt.

Gleich mal ausprobieren, ob alleine oder zu zweit (eine Wand als Anspieler tut es auch! 😉

Probieren, mutig sein, sich etwas zutrauen, den Körper fordern! Das ist die Devise!

Im fortgeschrittenen Alter ist es umso wichtiger, die Muskulatur zu erhalten, Stabilität in den Gelenken, in der Muskulatur, Sehnen und Bänder zu bewahren.
Dafür gibt es sehr viele interessante und herausfordernde Übungen. Hier sind einige davon.

Mit dem wackeligen Untergrund wird nicht nur die inter- und intramuskuläre Koordination verbessert und die Muskulatur insgesamt gestärkt, sondern auch die sensorische Aufnahme der Propriozeptoren. Bedeutet, die Tiefensensibilität/Eigenwahrnehmung wird aktiviert und verbessert.

Oft sind wir so sehr in unseren Gewohnheiten vertieft, dass wir uns selbst nicht mehr wahrnehmen, unseren Körper, die Bänder, Sehnen und Muskeln spüren.

Für mich ist die Gewohnheit der Feind jeglicher Kreativität und Vitalität.

Für all diese Übungen benötigt man keine teuren Geräte. Viel geht mit dem eigenen Körpergewicht, was manchmal schon sehr schwer erscheint 😉

Also, gleich mal ausprobieren und nicht entmutigen lassen! 😉