Immer die beste Leistung erbringen und auf dem Platz abrufen können.

Eine Wunschvorstellung oder erlernte Eigenschaft?

Es ist allseits bekannt, dass der Kopf über Sieg oder Niederlage im Sport bestimmt.

Gerade im Spitzensport ist das Mental Coaching eine weitere Stellschraube, an der gedreht werden kann, um sich persönlich oder als Team weiterzuentwickeln und Bestleistungen „auf Knopfdruck“ abzurufen.

Am Montag, den 26.10.2020, um 20:00 Uhr sind 30 Spieler der U17, U19 und drei Trainer dem Angebot gefolgt, einen Vortrag zum Thema „Mental Coaching im Fussball“ anzuhören.

Dafür versammelten sich alle am Abend vor den Bildschirmen und schalteten sich per Zoom dazu.

Jörg Dierkes, Dipl. Psychologe, Heilpraktiker und Mental Coach, aus Osnabrück sprach eine Stunde lang darüber,

  • was die Aufgaben eines Mental Coaches sind,
  • wozu Mental Coaching im Sport genutzt wird und
  • welche Vorteile es mit sich bringt, zusätzlich zum Körper auch den Kopf zu trainieren.

Er hatte bereits mit Fussballspielern vom VfB Osnabrück gearbeitet, aber die Erfahrung gemacht, dass eher Einzelsportler seine Dienste aufsuchten.

Die entscheidenden Fragen an dem Abend waren: „wie bringe ich mich in den optimalen Zustand, um meine Bestleistung abzurufen? Wie kann ich mich entspannen?“

Denn, nur wer entspannt ist, hat einen entspannten Muskeltonus, ist nicht so anfällig für Verletzungen und kann seine Bestleistung einfacher abrufen.

Das Mental Coaching reaktiviert die erfahrenen im neuronalen Netzwerk des Gehirns abgespeicherten, positiven Emotionen und Situationen.

Jörg Dierkes führte eine Übung live mit einem Spieler der U17 vor:

„Stell Dir eine Situation auf dem Platz vor, bei der Du geglänzt hast und Deine beste Leistung gezeigt hast! Das kann ein tolles Tor sein, eine gute Abwehrreaktion, ein Zweikampf in dem Du gewonnen hast oder eine andere Situation.

Gehe nun im Geiste dieses Erfolgsmuster durch! Immer und immer wieder. Denke immer wieder an diese positiven Situationen!“

Der U17-Spieler wählte eine Zweikampfsituation aus und versicherte, nach dem gewonnenen Zweikampf viel sicherer und entspannter gewesen zu sein.

Der Tipp des Mental Coaches war es nun zu versuchen, sich immer wieder diese Bestleistung in diesem Zweikampf vor Augen zu führen, um zukünftig leichter und öfter in diesen entspannten, positiven Zustand zu kommen.

Für die Teams gab der Mental Coach den Tipp, sich gemeinsam ein Ziel zu setzen und daran zu denken und sich immer wieder vorzustellen, wie es wäre, das Ziel schon erreicht zu haben.

Für die Trainer gab es denn Hinweis, zunächst einmal tief ein- und auszuatmen, bevor die Emotionen überkochen.

Auch das Training des Gehirns bedarf einer Kontinuität und Regelmäßigkeit, deshalb die Empfehlung von Jörg Dierkes, sich täglich 15-20 Min. dafür Zeit zu nehmen.

Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung, die von den Spielern als spannend empfunden und das Handout des Mental Coaches interessiert in Empfang genommen wurde.

„Training im Bereich Kraft, Stabilität, Mobilität und Balance ist mit zunehmender Bedeutung präsent und stellt die Basis für jede intensive Belastung und außerordentliche Leistungsfähigkeit dar. Als innerer Kern wirkt die tiefe Bauchmuskulatur als zentrale Stütze jeder Bewegung und ist somit einer der leistungslimitierenden Faktoren, vor allem in Sportarten mit komplexen Bewegungsabläufen. Das körperfunktionale Training integriert deshalb Übungen für die Core-Stabilität in jedes Trainingsprogramm.
Elementar für die Bewegung an sich ist eine ausreichende Mobilität. Nur so kann die aufgebrachte Kraft auch in qualitative Bewegung übersetzt werden. Die funktionelle Beweglichkeit (Mobilität) stellt somit zusammen mit der Körperbeherrschung (Stabilität) das Fundament der sportlichen Bewegung dar, auf dem funktionelle Kraft und in weiterer Folge die sportartspezifisch funktionelle Leistungsfähigkeit (z. B. Schusstechnik) aufbauen.
Die Basis der körperlichen Leistungsfähigkeit stellt die Beweglichkeit dar, auf der eine funktionelle Kraft und in Folge dessen Maximalkraft aufgebaut werden muss, auf der wiederum jede Schnelligkeitsfähigkeit basiert. Nur dann schafft man die Voraussetzungen um ein intensives sportartspezifisches Athletiktraining maximal effektiv absolvieren zu können, ohne einer erhöhten Verletzungsgefahr ausgesetzt zu sein.
Das Ziel des körperfunktionalen Athletiktrainings ist es:
• Aufbau einer maximalen sportartspezifischen Leistungsfähigkeit (maximale Spielfähigkeit)
• Schutz der Spieler vor Verletzungen am Bewegungsapparat, auch im Hinblick auf das spätere Leben.“
Quelle: Athletik-Training A-Lizenzlehrgang Fußball, die Sportlerei Akademie
Die Übungen sind von den Jugendlichen selbstständig und regelmäßig zu Hause durchzuführen, insbesondere an trainingsfreien Tagen. Dabei darf gerne Musik gehört werden, allerdings sollten die Jugendlichen nicht abgelenkt sein, um sich komplett auf die korrekte Ausführung der Übungen zu konzentrieren.
Das Trainingsprogramm ist vorgesehen für die Altersgruppen:
• U11 – U12
• U13 – U14
• U15 – U16
• U17 – U19
Das Trainingsprogramm gliedert sich in folgende Bereiche:
• Mobilisation/Beweglichkeit
• Rumpfstabilisation/funktionelle Kräftigung
• Sensomotorik/Beinachsenstabilisation
• Regeneration/Selbstmassage
Erstellt mithilfe der Quellen: VBG und Internet