Am 21.09.2019 war es soweit.

Ich wurde eingeladen von der Organisation Mediprosport bei der Europäischen Woche des Sports in Eupen/Ostbelgien einen Vortrag zu halten.

Thema: Verletzungsprävention durch sensomotorisches und Stabilisationstraining sowie Therapie typischer Überlastungsverletzungen in den Spielsportarten.

Nach der großen Freude über die Einladung folgte die große Aufregung und eine monatelange Phase der Vorbereitung. Fotos wollten geschossen werden, Videos gedreht, Texte formuliert und eine Präsentation gestaltet werden.

Die Herausforderung meinerseits war, einem breiten Publikum aus Leistungs- und Breitensportlern, Physiotherapeuten und Ärzten sowie anderen Interessengruppen, einen spannenden, lehrreichen und interessanten Vortrag anzubieten.

Nachdem ich den ersten Entwurf einer Präsentation fertig hatte, lud ich Kollegen ein, sie sich anzuhören und Feedback zu geben. Das Urteil war „vernichtend“. Na, ganz so schlimm nicht, aber es fühlte sich so an. Herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle an meine Kollegen, die mir geholfen haben. Also, wieder ran an die Arbeit, das Layout verbessert und den Inhalt auf viele Folien gestreckt –> weniger ist einfach mehr! Und das habe ich dann auch während und nach der letztendlichen Präsentation gespürt.

Ich bin schon einen Tag vorher angereist, habe in einem kleinen Hotel übernachtet und dort noch mal den Vortrag geübt. Am nächsten Morgen war ich dann eine der ersten bei der Veranstaltung im Ministerium der Deutschsprachigen Gesellschaft von Ostbelgien. Im Gegensatz zu den anderen drei Referenten war ich die erste und letzte die ging. Für mich ist es immer spannend, Vorträge im Sportbereich zu hören, mich fortzubilden und die Stimmung der Veranstaltung aufzunehmen.

Leider kamen zu der Veranstaltung nicht die erwarteten 60-100 Teilnehmer, sondern nur etwa 30. Wie überall sinkt auch hier das Interesse am Sport, an Fortbildung, an zusätzlich investierter Zeit für die Gesundheit.

Aber mir ist es egal, vor wie vielen Teilnehmern ich präsentiere. Mir ist es wichtig, wie viele ich davon innerlich berühre und erreiche…

Das Feedback nach dem Vortrag war durchweg positiv. Man bedankte sich bei mir, dass ich sie aufgeweckt, aufgerüttelt und inspiriert hätte und das wollte ich ja auch bezwecken. Es hat mich sehr gefreut, dass die Teilnehmer so aufgeschlossen waren, alle die Übungen mitgemacht haben und alle überaus freundlich waren.

Ich danke Mediprosport außerordentlich für diese tolle Erfahrung und Herausforderung, mich mit einem wirklich sehr spannenden und interessanten Thema intensiv auseinander zu setzen und das Ergebnis zu präsentieren, welches nicht nur Sportler betrifft, sondern von Baby bis Greis jeden einzelnen Menschen.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn ich weiter in das Gebiet der Sensomotorik eintauchen und dort forschen dürfte…

Hausaufgabe für alle: ab jetzt Zähneputzen im Einbeinstand bzw. auf wackeligem Untergrund.